… hat darkviktory wunderbar zusammengefasst. Achtung, Satire!
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Dieser Wahlsonntag war kein guter Tag für das Saarland. Er hat gezeigt, dass die CDU trotz zahlreicher Fehlentscheidungen in den vergangenen zwölf Jahren immer noch gewählt wird. Studiengebühren, umstrittene Zuschüsse für das Gondwana-Projekt, der verschleppte Ausstieg aus dem subventionierten Steinkohleabbau, die Kostenexplosion beim 4. Pavillon des Saarland-Museums – all das zählt offensichtlich nicht.
Die niedrige Wahlbeteiligung – nur 61,4 % – ist zwar angesichts der Vorgeschichte nicht überraschend, sollte aber allen Parteien zu denken geben. Die Saar-CDU hat gemäß einer ARD-Analyse 12000 Stimmen an die Fraktion der Nichtwähler verloren, insgesamt betrachtet ein Verlust von 9000 Stimmen. Die SPD hat 8000 Stimmen dazugewonnen, allerdings sind auch hier 7000 Menschen nicht mehr zur Wahl gegangen. Auch die Grünen (-8000 Stimmen) und die Linkspartei (-30000 Stimmen) mussten kräftig Federn lassen. Vom völlig zu Recht desaströsen Wahlergebnis der FDP, die nun mit Fug und Recht als Splitterpartei bezeichnet werden darf, ganz zu schweigen. 9000 FDP-Wähler sind am Sonntag nicht zur Wahl gegangen. Einzig die Piratenpartei hat es geschafft, Nichtwähler zu mobilisieren und nebenbei noch von allen anderen Parteien Stimmen abzuwerben. Auch konnten sie viele junge Wähler für sich gewinnen, eine Gruppe, die in den übrigen Parteien allzuoft sträflich vernachlässigt wird. Ob die Piraten dieses Ergebnis verdienen, wird die Zeit zeigen. Das Potenzial haben sie.
Welche Zukunft die SPD vor sich hat, ist völlig offen. Heiko Maas steuert steuert eine Große Koalition an, die der Partei kaum guttun kann. Dabei hätte er eine Alternative – wenn da nicht Oskar Lafontaine wäre, der vielen in der SPD immer noch als rotes Tuch gilt. Er sage heute Hü und morgen Hott, lautet der Vorwurf, und beim kleinsten Problem verziehe er sich. Diesen Eindruck habe ich nicht. Ob Maas nun mit der CDU etwas verändern kann, bleibt abzuwarten. Ich glaube nicht daran.