Gestern Abend war es soweit, die im Vorfeld viel kritisierte Fernsehsitzung der Saarbrücker Karnevalsgesellschaft M’r sin nit so vom 6. Februar wurde ausgestrahlt – als harter, dreistündiger Zusammen(ver)schnitt. Ja, das Fehlen von Detlev Schönauer war deutlich spürbar. Ja, ansonsten waren die üblichen Akteure mit dabei. Und trotzdem war die Veranstaltung nicht so schlecht gelaufen wie befürchtet.
Nach einem recht mauen Auftakt kamen dann doch eine ganze Reihe neuer Gesichter auf die Bühne. Ein unterdrücktes Kind berichtete z. B. über die “Grausamkeiten” des Alltags, zwei Pantomimen führten ein amüsantes Schauspiel auf, und der Italo-Saarländer Antonio erzählte ein paar Geschichten aus seinem Leben hier. Alles in allem waren die Auftritte ganz ok, wenn auch recht unpolitisch.
Doch auch der Jamaika-Koalition wurde kräftig eingeschenkt, vor allem von der Sankt Ingberter Männergesangsgruppe “Frohsinnskrätzjer”, die einen sehr guten Auftritt hinlegte. Auch Jääp und Jolanda waren politisch gut aufgestellt. Bemerkenswert: Ministerpräsident Müller (CDU) und Hubert Ulrich (Grüne) glänzten offenbar durch Abwesenheit. Anwesend waren (dem Vernehmen nach) Heiko Maas, Elke Ferner (beide SPD), Finanzminister Peter Jacoby, Klaus Meiser, Innenminister Stephan Toscani (alle CDU) und Wirtschaftsminister Christoph Hartmann (FDP).
Alles in allem ist dieses neue Konzept zwar hier und da noch ausbaufähig, aber es ist nicht so schlecht, wie man nach den Pressemeldungen befürchten musste. Im Übrigen hat sich die M’r sin nit so offenbar auch eine kleine Anspielung auf die Diskussion um Schönauers “Nicht-Einladung” erlaubt. Elfriede Grimmelwiedisch störte zwischendurch immer wieder das Programm, mal als Gratulantin für den Verein, der 14×11 Jahre alt wird, mal als Funkemariechen – und wurde dann doch wieder fortgeschickt, weil sie “nit gelaad” war.
Tags: CDU, Grüne, Landesregierung, Saarbrücken, SPD KarnevalÄhnliche Einträge





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